Mein Leben - meine Berufung

Es ist meine Berufung, die Arbeit mit

alten und behinderten Menschen -

da geht mir das Herz auf

 

Selig, die Verständnis zeigen

Selig, die begreifen,
dass mein Ohr sich anstrengen muss,
um alles aufzunehmen,
was man mit mir spricht.

Selig, die zu wissen scheinen,
dass meine Augen trübe
und meine Gedanken träge sind.

Selig, die mit freundlichem Lächeln
verweilen,
um ein wenig mit mir zu plaudern.

Selig, die niemals sagen:
"Diese Geschichte haben Sie mir
heute schon zweimal erzählt!"

Selig, die es verstehen,
Erinnerungen an frühere Zeiten
in mir wachzurufen.

Selig, die mich erfahren lassen,
dass ich geliebt, geachtet
und nicht allein gelassen bin.

Selig, die in ihrer Güte
die Tage erleichtern,
die mir noch bleiben
auf dem Weg in die ewige Heimat.

          

                

Ich höre Deine unartikulierten Worte
und Dein unmotiviertes Lachen oder Greinen.

Ich denke—
Was war es und was ist es für ein Mensch?

Du hast Hände, die verraten, dass Du
zupacken
und streicheln kannst.
Du willst Dich mit mir unterhalten, ich
verstehe Deine Worte nicht,
aber ich verstehe Dich.

Du bist ein Mensch der meine Achtung
verdient,
denn Du hast viel geleistet.
Du bist ein Mensch, der meine Aufmerksamkeit
und Zuwendung verdient,
denn Du bist hilflos und schwach.
Du bist ein Mensch der mich lehrt wie
wandelbar ein Lebensweg sein kann.

Auch morgen schon kann ich abhängig von der
Fürsorge anderer Menschen
und so hilflos sein wie Du...

                            

 

Und hier der Link zur Seniorenresidenz Brilon, wo Heidi im Sozialen Dienst tätig ist:

 http://www.brilon-seniorenresidenz.de/index.php?id=seniorenheim-brilon